Feldarmbrust

Feldarmbrustschießen ist wohl eine der interessantesten und abwechlungsreichsten Schießdisziplinen im DSB. Sie wird in unserem Verein seit Anfang der 90er betrieben. Den ersten Schritt in diese Richtung machte damals unser Vorsitzender Hans Joachim Bessert. Kurze Zeit später folgte ihm dann sein Sohn Ben Bessert. Bis heute konnten die beiden einige Erfolge auch auf internationaler Ebene feiern. Zwischenzeitlich schossen sogar als Team für Hüttenthal die mehrfachen Welt- und Europameister Jürgen Baumann und Barbara Metz.


Jüngster Erfolg ist der Gewinn der Weltmeisterschaft 2010 durch Ben.

 



Geschossen werden 90 Wettkampfschüsse, je 30 Pfeile auf drei verschiedene Entfernungen: 35, 50 und 65 Meter. Geschossen wird im Freien und ohne stützende Schießbekleidung. Gerade dies macht die Disziplin Feldarmbrust zu einer abwechslungsreichen Herausforderung. Wind und Wetter haben einen großen Einfluss sowohl auf den fliegenden Pfeil als auch auf den Schützen selbst.

Auch von der körperlichen Fitness wird dem Sportler mehr abverlangt als bei anderen Schießdisziplinen. Vor jedem der 90 Wettkampfschüsse muss man die Armbrust von Hand aufspannen, und das ganz ohne Hilfsmittel. Bei einer Bogenspannkraft von ca. 43 Kilogramm bewegt man also zusammengerechnet fast 4 Tonnen Gewicht an einem Wettkampftag!

Zudem legt man während eines Programms schnell 5 Kilometer Strecke zu Fuß zurück. Und auch die Scheiben müssen zumeist von den Schützen selbst auf die verschiedenen Distanzen getragen werden. Dies wird aber zu zweit oder dritt erledigt.

Wobei schon ein weiterer typischer Feldarmbrustpunkt erwähnt wäre: Der Teamgeist! Sportliche Fairness und Zusammenarbeit werden im als familiär zu bezeichnenden Kreise der Feldarmbrustschützen groß geschrieben. Bei Schwierigkeiten oder technischen Problemen am Sportgerät ist schnell ein Tipp oder die helfende Hand eines erfahrenen „Cracks“ zur Stelle.

Die Armbruste

Die Armbruste müssen den Regeln der IAU (Internationale-Armbrust-Union) entsprechen. Das Gewicht der Armbrust ist auf maximal 10 Kilogramm reglementiert und schwankt in der Regel zwischen 5 – 8 kg. Die meisten Armbrüste sind Eigenbauten oder kommen aus Kleinserienfertigungen, so dass es mehr oder weniger kaum zwei gleiche Armbruste gibt.

Der Bogen

Die verwendeten Bögen bestehen zumeist aus Schichtholz verstärkt mit Glas- oder Kohlefasermatten. Die maximale Zugkraft der Bögen ist mit 95 lbs (ca. 43 kg) festgelegt. Für den Spannvorgang dürfen keine Hilfsmittel wie z.B. Spannhebel eingesetzt werden. Die verwendeten Sehnen bestehen aus Kunstfasern die an den meistbelasteten Stellen („Ohren“ an den Enden und der Pfeilauflagebereich in der Mitte der Sehne) mit Wicklungen aus Garn versehen sind.

Die Pfeile

Die erlaubten Pfeile haben eine Länge von 30 - 40 cm. Am Pfeilende muss eine dreiflüglige Befiederung angebracht sein. Die Pfeilschäfte bestehen zumeist aus Aluminium- oder Carbonrohr. Die Spitzen sind aus Stahl oder Buntmetall (z.B. Messing) gefertigt.

Die Scheiben

Die Scheiben sind identisch mit denen aus dem olympischen Bogenschießen: ("FITA Face"). Die Ringe haben folgende Farbgebung: 10 und 9 sind gelb, 8 und 7 rot, 6 und 5 blau, 4 und 3 Schwarz und 2 und 1 weiß. Die Scheibenauflagen bestehen z.B. aus gepresstem Stroh, Faserplatten oder aus Kunststoffschaum.

Die Schießbekleidung

Als Bekleidung ist weiße „Straßenbekleidung“ zugelassen, ähnlich wie beim Bogenschießen. Ausschlaggebend für die erlaubte Ausrüstung und die Durchführung von Wettkämpfen ist das IAU Regelwerk.

Klasseneinteilung

Junioren/innen ab einem Alter von 12 Jahren bis 21 Jahren
Schützen/innen ab einem Alter von 22 Jahren bis 55 Jahren
Altersklasse ab einem Alter von 56 Jahren und nach oben offen

Hier ein paar Bilder rund um das Feldarmbrustschießen



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Quelle: www.dsb.de